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Ge:horche dem Leben

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It’s never over

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Was darf Satire?

Durch die Kunst von Jan Böhmermann und speziell durch sein „Schmähgedicht“ wird viel über Grenzenüberschreitungen von Satire diskutiert. Ein Standpunkt ist der, dass persönliche Gefühle, auch bei aller Freiheit der Künste, per Gesetz geschützt werden müssten.

Wo sollte man bei so viel verschiedenen und unterschiedlichen Befindlichkeiten eine Grenze ziehen? Müssten sich Grenzen nicht vielmehr entwickeln?

Gerade jetzt findet so eine Grenzsituation statt und gibt folgende Aspekte preis:

  • Das Gedicht ist gar keine Schmähkritik
  • Wenn wir jede Grenzüberschreitung rechtlich ahnden bekommen wir Überempfindlichkeiten
  • Wenn Grenzen überschritten wurden wird dies erst danach feststellbar
  • Beleidigungen

Im Vorfeld Künstler oder die Meinungsfreiheit mit einer Schere im Kopf zu belegen ist die Beerdigung von jeglicher, vor allem geistiger Freiheit. Eine Aussage wie z.B. „Du bist ein Ziegenficker“ ist zunächst vermutlich als Beleidigung gedacht, aber erstens wird es nicht zutreffend sein und zweitens fehlt für die Wertung als Beleidigung der Kontext. Ohne Kontext kann eine Satire nicht als solche erkannt werden. In einer Satiresendung wurde das Gedicht als solches angekündigt. Es wurde also angekündigt, dass man soooo etwas nicht ungestraft machen darf. Wie bei Ironie wird es ohne Kontext dem Empfänger kaum möglich sein, sie als solche zu identifizieren. Demnach können wir alle möglichen Aussagen als beleidigend auffassen. Der Empfänger legt immer die Bedeutung des Geäußerten fest. Der Sender kann es so, oder so gemeint haben. Mit welcher Bedeutung es der Empfänger belegt, kann allenfalls erahnt, aber nie gewusst werden. Wir können versuchen mit durchdachter Wortwahl und Priming zu beeinflussen, jedoch werden wir im Vorfeld bei Spekulationen bleiben, welche Bedeutung der Empfänger vergibt. Jedes Wort ist bei jedem Empfänger anders bewertet und kann vorher nicht gewusst werden. Erst hinterher wäre eine Korrektur möglich.

Wer trägt die Verantwortung für sein Verhalten, wenn er sich beleidigt fühlt?

Ich bin verantwortlich für das was ich schreibe oder tue, aber nicht für das was du daraus machst. In einer entwicklungsfördernden Gesellschaft sollte es möglich sein, mit der nötigen Verhältnismäßgkeit der Mittel – angemessen – zu reagieren. Angemessen ist wie ziemlich, ein sehr elastischer Begriff. Ist jedoch eine Grenze gezogen, vertreten wir einen Standpunkt. Also den Punkt, an dem wir stehen geblieben sind.

Lohnt es sich von Zeit zu Zeit seinen Standpunkt zu hinterfragen?

In Kunst und Satire gibt es keinen Punkt, sondern Befindlichkeiten, und diese sind ziemlich verschieden und niemals adäquat. Wenn wir uns in unserer Ehre oder unseren Gefühlen verletzt sähen, dann könnten wir das einfach aushalten. Denn wenn wir so reagieren, wie wir glauben, dass der andere es wünscht, werden wir zu seiner Marionette. Oder anders formuliert, wem gehört das Geschenk (z.B. die Beleidigung), wenn man das Geschenk nicht annimmt? Würden wir das nicht aushalten, kämen wir in einen neuen Konflikt von Überbefindlichkeiten, die in einem vorauseilenden Gehorsam landen.

Darf ich ohne eine negative Reaktion zu vermuten, über Moslime, Araber, Frauen, Behinderte, Schwule,  etc. Witze machen?

Wie ist gerade Deine Wahrnehmung, wenn ich die gleiche Frage zu Christen, Italienern, Männern, Gesunden oder Lesben stelle? Harmloser?

Ist die Aussage: Ein Araber hat mich belästigt, – eine andere, als wenn ich sage: Ein Gesunder oder ein Behinderter hat mich belästigt?!

Werden Deine Vorurteile bedient?

Die Würde und mein Respekt sind geschenkt

Ich gebe dir Liebe und Sicherheit:

Mit Liebe meine ich beständig respektvollen, wertschätzenden Kontakt. Die körperliche- und seeliche Unversehrtheit, Zuverlässigkeit in meinen Aussagen und die kohärenten Handlungen dazu. Die Regulation und eine individuelle entwicklungsgerechte Erfahrung. Deine Freiheit so zu handeln, dass du aus der Folge und deren Konsequenz etwas lernen kannst. Grenzen und Strukturen in stabilen und unterstützenden Gemeinschaften in einer kulturellen Kontinuität.

 

Mit Sicherheit meine ich, dass ich dich so wie du bist akzeptiere. Die körperliche- und seeliche Unversehrtheit, Zuverlässigkeit in meinen Aussagen und die kohärenten Handlungen dazu. Die Regulation und eine individuelle entwicklungsgerechte Erfahrung. Deine Freiheit so zu Handeln, dass du aus der Folge und deren Konsequenz etwas lernen kannst. Grenzen und Strukturen in stabilen und unterstützenden Gemeinschaften in einer kulturellen Kontinuität. Alle Defizite sind Ressourcen. Du bist in Ordnung. Unordnung hat in erster Linie etwas mit mir selbst zu tun. Erfolg ist immer die Folge deines Handelns. Mit:fühlen ist nicht mitleiden. Du bist nicht so oder so, sondern ich nehme dich so oder so wahr und interpretiere nach meinem Repräsentationssystem. Die Anderen sind unsere Spiegel. Alles sind Erscheinungen deren Bedeutung immer der Empfänger festlegt. Es liegt an uns welche Perspektive wir wählen.

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