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Zungenkoeder

Ge:horche dem Leben

Monat

Dezember 2015

Verwechselwirkung

Inhalt ist Verkleidung
Erkenntnis niemals wahr
Bedeutung sinnt als Meinung
Wahrheit unnahbar

Formlos ist der Raum
Form erscheint als Leben
und du glaubst es kaum
nur durch geben wird man nehmen

Du erlebst Erfahrung
die zu Wissen wird
du glaubst es sei die Nahrung
und hältst dich für den Wirt

Das Herz es wird dich leiten
zeigen was du bist
Die Liebe wird sich zeigen
wenn du soweit bist

Dummheitsbeschleunigung

Eine App, die aufpasst: Damit Smartphone-Nutzer beim Surfen mit ihrem Telefon sich auf offener Straße keine Beule holen, haben kanadische Tüftler eine App entwickelt. Diese soll Kollisionen mit Laternenpfählen unmöglich machen.

http://www.ksta.de/apps—gadgets/nie-mehr-beule-am-kopf-app-gegen-laternenkollisionen,16126776,23487540.html

Keiner schlafe

Geschieden von der Scheidung

Lemmy Kilmister

Zur Person

01.05.2004, Los Angeles. Es ist erst Nachmittag, aber Lemmy Kilmister sitzt bereits wieder im „Rainbow“, seiner Lieblingsbar auf dem Sunset Boulevard, und trinkt Rum-Cola, bei dem der Cola-Anteil eher homöopathische Qualität besitzt. Kaum von der Leine gelassen, sprudeln seine Gedanken los – über den Rock’n’Roll, George Bush oder die offizielle Auszeichnung, die Band mit der „schlechtesten Homepage der Internet-Geschichte“ zu haben. Und er erklärt seine Leidenschaft für NS-Devotionalien und den besten Drogen der Welt.
Herr Kilmister, als Sänger der Rockband Motörhead gelten Sie seit rund 30 Jahren als die Verkörperung des „Sex, Drugs & Rock‘n‘Roll“-Lifestyle. Können Sie sich noch an den ersten Rock’n’Roll-Moment Ihres Lebens erinnern?

Lemmy Kilmister: Als ich bei einem Konzert von Billy Fury war, dem englischen Elvis Presley. (singt) „A thousand storms in the sky…“ Großartiger Mann. Ich war zwölf. Eine Bühne, viel Licht und unglaublich viele Frauen – mein Karriereproblem war gelöst.
Aufgrund Ihrer eigenen Karriere durften Sie in den letzten 30 Jahren einiges erleben. Was war der größte Rock’n’Roll-Moment Ihres Lebens?

(überlegt) In Argentinien. Da waren 68.000 Menschen und alle sangen Fußballlieder mit unserem Namen. Das war ergreifend. Wir haben unterzeichnete Fußbälle in die Menge geschossen, und die haben sich fast umgebracht dafür. (lacht) Und da gab es noch diese Show in Budapest: Da standen Massen von Bullen mit Kalaschnikows, und die Kids sind einfach über sie hinweggerannt.

Das ganze Interview gibt es auf galore.de

Sicher ist nur die Unsicherheit

Die größte Belehrung ist die absolute Hilflosigkeit. Als würde die gefühlte Sicherheit um dich herum total zusammenbrechen. Als würde die tiefste Trauer in dir dich zerfressen. Als würdest du im freien Fall deine Eingeweide erbrechen und dich selbst auflösen, ohne irgendeine Hoffnung auf Besserung. Denn der Verlust, den du erlebst, hat die Allmacht mit sich gerissen. Alles was für dich von Bedeutung war, alles was du aus tiefstem Herzen und Überzeugung geliebt hast, alles wofür du dein Leben gegeben hättest, ist nun weg. Du besitzt es nicht mehr.
Die größte Belehrung liegt hier verborgen. Kannst du in dieser Hängematte voller Unsicherheit sein? Kannst du mit dieser Unsicherheit, die sicher ist, weiter leben?
Lass dem Nebel der Trauer seine Zeit und achte ohne Wertung auf diese Hilflosigkeit – als Medizin.

Ausweglose Kontrolllosigkeit

Einer Erfahrung kannst du nicht ausweichen. Einem Bewusstsein kannst du dich nicht entziehen. Du bist DAS was du bist und du kannst dich selbstverwirklichen, weil ES geschieht. Deine Selbstverwirklichung kannst du nicht unterlassen. Ein Selbst verwirklichen ist per se schon eine Trennung. Die Illusion nicht das DAS zu sein trennt bereits ALLES. ALLES kann weder erfahren noch gedacht, oder gelebt werden. Deshalb wirst du dich weiter selbst verwirklichen müssen. Deinen Erfahrungen kannst du nicht ausweichen. Deinem Bewusstsein kannst du dich nicht entziehen. Du kannst weiter Illusionen bauen und DICH verwirklichen.
DAS SEIN wird dadurch nie berührt werden. DAS eine SEIN IST und du BIST DAS; ICH BIN.
Horche dem Leben, wie es sich lebt.

Trennung erzeugt Leid

Wenn wir uns nicht getrennt von einem Ganzen sehen/identifizieren wäre kein Leid mehr notwendig. Identifizieren bedeutet u.a. gleichsetzen oder übereinstimmen. Aber etwas gleichsetzen, setzt dies nicht voraus, dass hier ein Zweites existiert? Ein vermeintliches „Ich“ und ein „DAS“ hier genannt „Ganzes“?
Meine Identität ist nach der allgemeinen Bedeutungserklärung völlige Gleichheit bzw. Übereinstimmung, die Unverwechselbarkeit und Einmaligkeit einer Person, die von ihr als ihre spezifische Art und Weise des Verhaltens, Denkens und Erlebens durch alle persönlichen Veränderungen hindurch erfahren wird.
Wir kennen Menschen die sich mit allem möglichen identifizieren: Als Kosmopolit, mit ihrem Heimatland, mit ihrem Verein, mit ihrer Familie, mit einem Vorbild, mit einer Krankheit… und wenn man sie fragen würde, wer sie sind, würden sie der „Rolle“ entsprechend antworten. Weil sie identifiziert ein Individuum sind, sind sie infiziert. Infiziert mit einer Illusion dieses oder jenes zu sein und dementsprechend, also wie es die anderen erwarten aufzutreten. Sie er:leben ihre Rolle in Wirklichkeit und/oder Realität. Sie glauben das zu sein. Per se ist dies nicht zu kritisieren; denn wer legt die Rolle deines Lebens fest?
Hilfreich im Leid könnte sein, zu wissen, dass man nicht diese Identifikation ist, sondern das was gerade passiert nur erlebt. Man erlebt eine Geschichte, ist aber nicht die Geschichte. Solange du dich mit deiner Geschichte identifizierst wirst du viel Energie für Widerstand aufbringen müssen.
Wer möchte sich schon ohne Identität oder Identifizierung orientieren?

Intuition mein Gesetz

Die Antifehlerprogrammieungserziehung sagte uns, das tut man, das lässt man. Das verursacht vielleicht die Sehnsucht nach verallgemeinerenden Regeln die eine Moral bedienen. Da ich mit Moral auf Kriegsfuß stehe, habe ich mich mit der Ethik angelegt. Dabei ist mir mein Gewissen in den Weg gekommen. Am besten beurteilt dies meine Intuition – und die ist Gesetz!

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